deinBIR Arbeiten Freizeit Wirtschaft Wohnen Blog Stellenanzeigen KontaktHeading Bild

UNSER BLOG

Neues aus Birkenfeld

Die Rück-Rückkehr zur Volksbank

„Was von der Welt sehen“ und wegen der Liebe: Deswegen hatte Michael Auler zweimal die Volksbank verlassen. Er ist aber auch zweimal wieder zurückgekommen – und dafür hat er noch mehr Gründe gefunden.

volksbank
In seinem Büro trifft Michael Auler Entscheidungen zur strategischen Ausrichtung der Bank.

Zweimal hat es Michael Auler von der Volksbank Hunsrück-Nahe aus den verschiedensten Gründen weggezogen. Zweimal ist er aber auch wieder zurückgekehrt. Während seiner anderen Stationen hat der derzeitige Generalbevollmächtigte der Bank den Kontakt zu seiner alten Arbeitsstelle nie abreißen lassen, ist immer im Guten gegangen und dann auch im Guten wieder zurückgekommen. Angefangen hat alles mit seinem Abitur 1994. Nach dem damals verpflichtenden Wehrdienst hat er 1995 eine Ausbildung bei der Hunsrück-Bank in Simmern begonnen. Er durchläuft alle Abteilungen und schafft sich so einen Überblick über die verschiedenen Aufgabenbereiche in der Bank. „Ich wusste am Anfang noch nicht konkret, wo ich denn genau hin will, was ich die nächsten 40 Jahre beruflich machen will“, beschreibt er seinen Start. „Da war die Bank für mich ein Glücksgriff, weil sie so vielfältige Aufgabengebiete bietet.“

Er entscheidet sich vorerst für das Kundengeschäft, weil ihm der Umgang mit Menschen und die Abwechslung durch die individuellen Anforderungen der Kunden Spaß macht. Doch Michael ist jung, will noch einmal „etwas von der Welt sehen“. Er arbeitet noch jeweils zwei Jahre bei einer Bank in Koblenz und Mainz. Dann ergibt sich nach einer Fusion bei der Volksbank die Möglichkeit zur Rückkehr und er zögert nicht lange. „Als ich das erste Mal zurückgekehrt bin, habe ich im Vorfeld in den Städten schon gemerkt: Da fehlt was, das ist mir ein bisschen zu anonym“, erklärt er. Der Kontakt zu seinen alten Freunden aus der Heimat sei nie abgerissen. Gleichwohl betont er: „Wenn man in einer Stadt arbeitet und wohnt, ist es auf Dauer natürlich schwierig das aufrechtzuerhalten.“

Anfang der 2000er übernimmt er bei der Volksbank die Rolle eines Wertpapier-Spezialisten. Nebenbei absolviert er zahlreiche Weiterbildungen, die die Bank fördert und für die er auch freigestellt wird. Vergleichbar mit einem heutigen Bachelor-Studium schließt er später auch noch den Diplom-Bankbetriebswirt ab. Darüber hinaus bietet die Bank vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten an. Aus privaten Gründen verlässt er dann aber noch einmal seine berufliche Heimat. „Ich wäre nicht zum zweiten Mal weggegangen, wenn ich nicht meine Frau kennengelernt hätte“, sagt er. „Ich hatte den Schritt raus aus der Region schon einmal getan, deshalb war es für mich leichter.“

Als sich die Chance zur Rückkehr erneut bietet, ist er verheiratet und das erste Kind auf dem Weg. Der Hunsrück war für die Familie dann die ideale Region. „Das beginnt mit der Landschaft und der Natur, was in meinen Augen ein sehr, sehr hohes und wichtiges Gut ist“, beschreibt er die Vorzüge. „Wir haben hier einen hohen Freizeitwert und befinden uns in einer sehr menschlichen Region, in der ein gutes Miteinander herrscht.“ Er selbst wohnt in einem kleinen Dorf mit 330 Einwohnern und die Gemeinschaft, die er dort erlebt, findet er „einfach schön“. Zudem habe es sich glücklich gefügt, dass bei der Volksbank noch einmal die Möglichkeit bestand, den nächsten Karriereschritt zu gehen. „Man kann sich beruflich weiterentwickeln, Karriere machen und trotzdem die Vorzüge unserer Region genießen, ohne täglich viel Lebenszeit auf der Autobahn zu verbringen“, sagt Michael.

Ein Bild, das Wand, Person, drinnen, Mann enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Und die Vielfältigkeit, die er schon zu seiner Ausbildungszeit geschätzt hat, ist immer noch ein prägendes Merkmal seines Jobs als Generalbevollmächtigter. „Meistens komme ich morgens zur Arbeit und weiß noch nicht, was mich den ganzen Tag erwartet“, lacht er. Ungefähr 150 Mitarbeiter sind in seinem Verantwortungsbereich tätig, da brauche jeder mal den Vorgesetzten. Insgesamt beschäftigt die Volksbank Hunsrück-Nahe ca. 250 Mitarbeiter in 16 Geschäftsstellen und an den drei Hauptstandorten Simmern, Kirchberg und Idar-Oberstein. Aber es sei immer Veränderung angesagt, die Bank sei eigentlich ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. „Ich finde es sehr spannend in den Bewerbungsgesprächen andere Menschen kennenzulernen“, erklärt Michael. Ihn interessiert es, was diese Menschen bewegt und warum sie sich beworben haben, um dann letztlich entscheiden zu können, ob der Weg gemeinsam weiterbeschritten wird.

Ein Bild, das Decke, drinnen, Boden, Person enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Die Geschäftsstelle in Idar-Oberstein ist neben Simmern und Kirchberg einer der Hauptstandorte der Volksbank Hunsrück-Nahe eG.

Darüber hinaus kümmert er sich um das klassische Kreditgeschäft und die Baufinanzierung. Aber auch die strategische Ausrichtung der Bank gehört zu seinen Aufgaben. Im Zuge der Digitalisierung hat sich die Bank vergangenes Jahr im Bereich der Baufinanzierung neu aufgestellt, da viele Finanzierungen mittlerweile bei Internet-Plattformen angefragt werden. „Wir haben uns die Frage gestellt: Wie positionieren wir uns dort und wie können wir mit diesem technischen Wandel erfolgreich sein?“, beschreibt Michael die Überlegungen.

Eine Herausforderung: Auf einer Finanzierungsplattform trotzdem den regionalen Aspekt der Genossenschaftsbank zu wahren, bei der die Mitglieder demokratisch über Vertreter in der Bank entscheiden können. Neun Monate dauert die Projektarbeit und letztlich wird eine Plattform ausgearbeitet, die über Postleitzahlen Gebiete definiert, für die die Volksbank zuständig ist. „Wir beschränken uns auf die Region, die wir auch kennen“, macht der zweifache Familienvater deutlich.

Dass er noch einmal von der Volksbank weggeht, ist unwahrscheinlich. Der 44-Jährige hat in der Region seine Heimat gefunden, ist im örtlichen Laufverein im Vorstand und im Gemeinderat seines Wohnorts tätig. Als Ausgleich zum Beruf arbeitet er gerne im Garten und bringt sein Haus auf Vordermann. „Das ist ein kompletter Gegensatz zu meinem Beruf, wo das Handwerkliche gar keine Rolle spielt“, schmunzelt er. Sollte er noch einmal gehen, dürfte eines klar sein: Dann kehrt er eben zum dritten Mal zurück.

Autor: Tim-Julian Schneider 
DSC1272
DSC1126
Videos
Bilder
Ihre E-Mail-Adresse*
Wer nimmt teil?
Änderung des Termins:

Login